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Warum Männer nach der Geburt keine Männer mehr sind

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Endlich haben wir Frauen mal etwas, um von den postnatalen Selbstzerfleischungen, die wir im wahrsten Sinne des Wortes gern in die Tat umsetzen würden, abzulenken. Eine Studie des Forscherteams um den Anthropologen Lee Gettler von der Northwestern University in Evanston hat herausgefunden, dass der Spiegel des Sexualhormons Testosteron sinkt, wenn Männer Väter werden (übrigens auch nach Wahlniederlagen – aus der Kategorie unnützes Wissen). Das heißt übersetzt, ihre Paarungswilligkeit lässt rapide nach. Hurra, rufen alle, die sich ängstigen, der eigene Mann könnte sich all zu oft nach weniger ausgebeulten und ungenutzteren Bäuchen und den dazugehörigen Frauen umsehen. Doch es gibt natürlich einen Haken!

Damen aller Eifersuchtsklassen und auch die, die sich gänzlich freisprechen können davon, müssen schon dafür sorgen, dass sich der Partner möglichst drei oder mehr Stunden täglich um den Nachwuchs kümmert. Wobei noch von Interesse wäre, ob es sich wirklich um den eigenen Sprössling handeln muss. Denn jedes zehnte Kind soll ja ein Kuckuckskind sein. Nun wir sprechen ja von einer Studie unter philippinischen Probanden und gehen einfach mal von absoluter Treue der Damen aus.

Je intensiver und länger also der frischgebackene Papa sich mit dem Nachwuchs beschäftigt, desto niedriger das Testosteron. Es sinkt um durchschnittlich 26 bis 34 Prozent je nach Zeitpunkt der Messung des Hormons und ebenso nach Kümmerintensität des Vaters. Hier würde mich auch noch interessieren, ob das An-das-süße-kleine-Baby-Denken auch eine hormonsenkende Wirkung hat. Das Gute daran ist, dass der niedrige Hormonspiegel die Männer vor chronischen Altersleiden schützt.

Persönlich kenne ich viele Väter, die sich von Herzen gern und oft um ihre Kinder kümmern. Allerdings dürfte es schwierig werden auf drei Stunden dabei zu kommen. Nach wie vor zieht ja schließlich der Mann immer noch mit der Keule aus, um die Familie zu ernähren, Mammuts zu töten und Tiger zu fangen. Das wiederum erhöht den Testosteronspiegel und machen wir Frauen uns doch nichts vor: wir sind doch die ersten, die entzückt quietschen, wenn man einen Vater liebevoll mit seinem Baby schmusen sieht. Studie hin oder her, Vaterschaft mach einfach sehr attraktiv. Mein Fazit: trotz sinkendem Testosteron-Spiegels waren und sind Männer nie männlicher als nach der Geburt.

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