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Reise in die Vergangenheit – was ist ein Triops?

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Seit über einer Woche gibt es bei uns Sommerferien und es gilt sechs lange Wochen mit Leben, Lernen und Erholung zu füllen. So habe ich eine kleine Miniserie geplant mit Ferienaktivitäten, die vielleicht nicht jeder macht. Den Beginn macht kein Gagdet, aber etwas irgendwie kurioses. Es geht um das Züchten von Urzeitkrebsen, sogenannten Triopsen.

Da wir bereits seit über zwei Wochen unsere Triopse haben und unsere Zucht bisher von Erfolg gekrönt ist, möchte ich darüber berichten und auch eventuell etwas die Scheu nehmen, so ein Experiment durchzuführen. Mein Elfenmädchen kam von der Klassenfahrt mit der grandiosen Idee: „Ich möchte Triopse züchten!“ und strahlte mich lange an.

Gehört hatte ich auch schon davon und sogar die Kosmos Experimentierkästen irgendwie sofort vor Augen. Ich als alter Tierschützer war natürlich etwas irritiert, als ich dann tatsächlich die Kästen zum Experimentieren fand (Kosmos und Gallileo). Es sind nun mal lebende Tiere, damit wollte ich ungern experimentieren und machte mir im Vorfeld sehr viele Gedanken. Ich recherchierte und las und lernte. Ich las Erfahrungsberichte und versuchte mich durch die Bewertungen zu wühlen.

Es gab Erfolgsberichte und es gab auch viele enttäuschte Berichte, denn die Triopseier gaben nicht immer her, was sie versprachen. Letztendlich habe ich mich für die (subjektiv empfunden) erfolgsversprechende Gallileo Box entschieden. Nun galt es noch destilliertes Wasser zu erwerben. Und so begann unsere kleine Reise in die Welt der Urzeitkrebse.

Wusstet Ihr, dass Triopse mit den Beinen atmen und sogar essen? Und natürlich dienen die Beine auch der Fortbewegung, dies können wir zur Zeit eindrucksvoll an einem unserer beiden Triopse, der von Kopf bis Schwanzspitze über 4 Zentimeter misst, beobachten.
Zuerst gab es nach exaktem Befolgen der Anweisungen zur Triopserweckung jedoch nur jede Menge Feenkrebse. Ich gestehe, ich erzählte jedem, dies wären meine Triopse.

Feenkrebse

KevinkleinErst nach ein paar Tagen entdeckte ich die Triopse, es waren zwei. Natürlich empfand ich die Menge zum Herr der Feenkrebse als mau, jedoch zu den berichteten Zuchtdesastern anderer Urzeitkrebsliebhaber war es ein Erfolg. Wir hatten gerade erst die Minions im Kino gesehen und tauften die beiden Kevin und Bob. Kevin ist wesentlich größer als Bob und man kann ihnen beim Wachsen zusehen. Ich hoffe jeden Tag, dass ich nicht doch eine außerirdische Spezie erwischt habe und mir morgens die drei Augen von Bob auf einem meterbreiten Triopskopf entgegenzwinkern und die ca vierzig Beine lässig über den Beckenrand hängen.

Der Triops wächst so schnell, weil er einfach keine Zeit hat. Seine dreimonatige Lebenszeit lässt einen langen Aufenthalt in der Kinderphase einfach nicht zu. Er wächst wie verrückt und befruchtet sich sogar selbst, wenn es sein muss und pflanzt sich bereits nach zwei Wochen fort. Dabei häutet er sich fast täglich, denn sein schützender Panzer wächst nicht mit. Es ist etwas gruselig, die leeren Hüllen aus dem Triopszuhause zu fischen. Sie sehen aus, wie noch ein Triops.

KevinActionErwähnte ich bereits, dass ich eigentlich statt der Kinder die meiste Zeit fasziniert die Krebse beobachte, die innerhalb kürzester Zeit den Feenkrebsbestand dezimiert haben. Sie sind immer in Bewegung, wühlen gern im Sand und buddeln darin wie verrückt. Ab und zu sehen sie aus dem Wasser heraus. Zumindest sieht es so aus, als wollten sie Hallo sagen, mich auslachen. Aber sie haben kein Hirn, von daher entspringt die Auslachvorstellung nur meiner Fantasie. Ab und zu sieht auch mal eins meiner Mädchen am Triopsbecken vorbei und freut sich, dass ich mich so gut um Kevin und Bob kümmere. Trotzdem glaube ich, dass ein Triops ein gutes erstes Haustier ist. Er ist recht anspruchslos, er lebt trotz aller Mühen nur wenige Wochen, er ist klein (ich las Angaben bis zu 10 cm), er würde auch Gemüse mögen, er ist günstig im Unterhalt. Kinder erleben so im Eiltempo den Lebenszyklus eines Wesens, welches gute 300 Millionen Jahre bereits auf der Erde wandelt und eine erstaunliche Überlebensstrategie entwickelt hat.

Desweiteren ist mein Ehrgeiz geweckt, DAS Foto zu machen. Leider ist es mir noch nicht gelungen. Denn Kevin und Bob sind unheimlich schnell, sie sind immer in Bewegung. Trotzdem gibt es zum guten Schluss noch ein Foto. (© Fotos Kaddiprodaktschn)

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