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Mit dem Ava Zyklus-Tracker zum Baby

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Meine große Tochter ist begeisterte Besitzerin eines Fitnessarmbandes, eines sogenannten Trackers. Sie hat für sich beschlossen, bewusster und gesünder zu leben und der Fitness-Tracker war dann das logische I-Tüpfelchen auf Ernährungsumstellung und Workout-Wahnsinn für sie. Sie weiß nun täglich, wieviele Schritte sie gelaufen ist, ob ihr Puls sich in einem gesunden Bereich befand und ob sie vielleicht zu wenig gejoggt ist. Mittlerweile bezuschussen sogar Krankenkassen so ein Gerät. Aber wusstet Ihr, dass es auch einen Zyklus-Tracker gibt?

Der erste Zyklus-Tracker, den es seit wenigen Wochen nun auch bei uns zu kaufen gibt, ist der Ava Zyklus-Tracker. In den USA gibt es ihn bereits seit 2016 und soll vielen Frauen zu einer Schwangerschaft verholfen haben.

Aber wie funktioniert das? Der weibliche Körper ist so kompliziert, wie kann ein einfaches Armband meine Hormone bestimmen und somit meinen Zyklus? Ist die Methode überhaupt sicher?

Was ist ein Ava Zyklus-tracker?

Der Ava Zyklus-Tracker ist ein CE gelistetes medizinisches Gerät der Klasse 1. Das heißt einfach ausgedrückt, dass es sich um ein Produkt mit geringem Risikopotential handelt. Es erfordert die geringste Kontrolle und gehört somit zur Mehrzahl der medizinischen Geräte.
Der Tracker ist schweißresistent und spritzwasserfest. Der aufladbare Akku hält 12 Stunden. Natürlich gehört zum Ava Tracker auch eine App (kompatibel mit Android, iPhone). Am Gerät selbst befinden sich Sensoren, die neun verschiedene physiologische Parameter erfassen-und zwar nachts. Das heißt, der Zyklus-Tracker wird nur nachts getragen, was vielleicht der ein oder anderen recht sein wird. Frauen, die sich sonst mühsam via Temperaturmessmethode oder mit Zyklus-Tests ihre fruchtbaren Tage errechneten oder anzeigen ließen, wissen das einfache Anlegen eines Armbandes sicher zu schätzen.

Welche Parameter werden erfasst?

Über Nacht zeichnet das Gerät folgende Parameter auf: Ruhepuls, Hauttemperatur, Herzfrequenzvariabilität, Schlafqualität, Datenqualität, Durchblutung, Atemfrequenz, Bewegung, Wärmeverlust und Bioimpedanz. Letzteres wird z.B. auch zur Körperanalyse, um den Körperwasseranteil herauszufinden, eingesetzt.
Was die gemessenen Werte für den Ava Zyklus-Tracker bedeuten, kann man auf der Homepage sehr schön nachlesen. Dort wird alles sehr gut erklärt. Die Daten werden morgens mit der App synchronisiert und ein Algorithmus berechnet die fruchtbaren Tage. Die Genauigkeit beträgt 89 Prozent. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass man ebenfalls Auskunft über seine Schlafqualität erhält.

Für wen ist der Ava Zyklus-Tracker geeignet?

Ava wurde in einer einjährigen Studie am Universitätsspital Zürich mit 37 Frauen zwischen 20 und 40 Jahren getestet. Interessant finde ich, dass Ava auch für unterschiedliche Zykluslängen von 24 bis 35 Tagen funktioniert. Viele Frauen haben vor allem mit abweichenden Zykluslängen, die Norm sollten 28 Tage sein, große Probleme, ihre fruchtbaren Tage zu bestimmen. Allerdings erkennt der Zyklus-Tracker nicht, ob man schwanger ist oder ob man tatsächlich auch einen Eisprung  hatte. Dies ist bei einem sogenannten anovulatorischen Zyklus der Fall, wenn man zwar regelmäßig menstruiert, aber keinen Eisprung hat. Desweiteren sollte der Zyklus regelmäßig sein und keine hormonellen Verhütungsmittel im Einsatz sein. Auch darf die Frau nicht unter PCOS leiden.
Frauen, die sich ein Baby wünschen, können mit Ava unkomplizierter als mit Temperatur- oder Hormontest, ihre fruchtbaren Tage bestimmen. Als Verhütungsmittel ist der Tracker allein nicht geeignet. Der Preis ist mit 249 Euro hoch und sicher nicht für jeden Geldbeutel gemacht. Aber Paare mit Kinderwunsch lachen dagegen über den Preis, denn eine Kinderwunschbehandlung ist teuer.

 

 

Dieser Artikel ist eine Vorstellung des Produktes, er wurde weder gesponsert, noch erbeten. Auch habe ich kein Gerät zum Testen erhalten. Demnach ist der Artikel auch nicht als Werbung gekennzeichnet. 

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