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Mit Babypod gibt es Musik direkt aus dem Geburtskanal

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Meine Schwangerschaften liegen bereits ein paar Jahre zurück, aber ich denke, dass auch heute noch viele Schwangere ihrem Babybauch Kopfhörer aufsetzen, in der Hoffnung, dass der Minimensch den Musikgeschmack der Eltern übernimmt oder zumindest seinem Geschrei eine Melodie verpasst, sobald er den Uterus verlässt. Allerdings könnte das Beschallen mit Musik der Grund sein, warum die Kinder später völlig gegensätzliche Musikneigungen entwickeln. Aber das ist blanke Theorie von mir. Was weiß ich schon mit drei Kindern.

kit-babypodNun hat das spanische Institut Marquès den Babypod entwickelt, ich sage übrigens Gadget dazu, welches im Gegensatz zur Bauchbeschallung via Kopfhörer oder lauter Musik an Bauch, tatsächlich eine Wirkung und einen Einfluss auf das heranwachsende Baby im Mutterleib hat. In verschiedenen aufgeführten Studien wird belegt, dass die bisherige Kopfhörermethode tatsächlich nichts bringt da die Haut kein guter Schallleiter ist. Und nun kommt die Lösung. Die Musik muss nur so nah wie möglich an das Baby im Bauch herangeführt werden. Und hat jemand schon eine Idee, wie das auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Gerät funktioniert?

Die Lösung: der Lautsprecher des Babypod wird in die Vagina der Schwangeren eingeführt und die abgespielte Musik soll nun wesentlich ungehinderter seine Wirkung entfalten. Im Zuge der Untersuchungen wurde sogar festgestellt, dass Musik sogar künstliche Befruchtung positiv beeinflusst.
Zur optimalen Lage des Babypod-Lautsprechers in der Vagina heißt es auf der Babypod-Homepage:

Die Vagina ist ein geschlossener Raum, deshalb verteilt sich der Klang nicht im Raum. Außerdem sind es weniger Schichten Weichteilgewebe, die das Baby von der Klangquelle trennen, da es nur die Scheiden- und die Uteruswand sind. Wenn man einen Lautsprecher in die Scheide einführt, wird das Hindernis der Bauchwand umgangen und das Baby kann die Klänge fast mit der gleichen Intensität und Klarheit hören, mit der sie erzeugt werden.

Die Studie fand 2014 mit Frauen in unterschiedlichen Schwangerschaftswochen ab Woche 14 bis Woche 29 statt. Das Ziel war, Bewegungen des Fötus, die eindeutig als Reaktion auf die abgespielte Musik zurückzuführen waren, via 2D, 3D und 4D Ultraschall aufzuzeichnen. Dabei wurden die Reaktionen des Fötus während des Abspielens außerhalb und während des Abspielens innerhalb des Körpers der Schwangeren verglichen. Wer es ganz genau wissen möchte, kann sich hier einlesen.

que-es-babypodDie Studienergebnisse finde ich sehr interessant. So wird davon ausgegangen, dass abgespielte Musik außerhalb des Körpers von den Babys gar nicht gehört wird. Und was vielleicht allen Frühförderbefürwortern entgegen kommt: Ungeborene hören bereits in der 16. Schwangerschaftswoche und können demnach bereits früh musikalisch beeinflusst werden. Musik, Lärm im Übrigen nicht, erzeugt stets eine Kommunikationsantwort des Babys. Z.B. streckt es die Zunge heraus, übt also bereits die Artikulation, trainiert Muskeln, die gut für das Sprechenlernen sind.Desweiteren erfolgt eine Stimulation der neuronalen Entwicklung.

Werden wir demnächst nur noch Frühsprecher haben und Sprachkurse für Einjährige anbieten? Wer weiß? Um das herauszufinden, muss man 149,95 Euro ausgeben und erhält den Babypod, der auch einfach zu säubern ist, allerdings in pink. Nur in pink-ist ja schließlich für die schwangere Frau. Ich persönlich zweifle, dass das Einführen des Babypod mit fortgeschrittener Schwangerschaft noch möglich ist. Es wird einige Verrenkungen oder Hilfe benötigen. Auch muss man solchen Geräten und dem dazu nötigen vaginalen Einführen offen gegenüberstehen. Die Reaktionen im Netz bisher auf den Babypod reichen von Belustigung bis absolute Ablehnung. Fürsprecher werden das Gerät wohl leise nutzen, aber ich gehe davon aus, dass es gekauft wird.
Selbstverständlich werden auch eine entsprechende App und verschiedene Musiklisten angeboten.

Die Fotos gab es mit freundlicher Genehmigung von MUSICINBABY S.L. Barcelona/Spanien www.babypod.net

 

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