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Hangbird, der schwebende Wäscheständer

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Wie treue Leser meines Blogs wissen, mag ich die kleinen liebenswerten Projekte, die Ideen, die schon lange im Kopf waren, quälten und provozierten: Mach das, los! Setz mich um, überlass das nicht den großen Firmen. Erschaffe etwas einmaliges, gewinne Menschen mit einer einzigartigen Sache. Und ich bin einzigartig und ich bin in Deinem Kopf.

Dann beginnt das Bauchkribbeln, da ist der Funke, der einen Großbrand auslösen soll. Die Begeisterung wächst und man wird ehrgeizig und ein kleines bisschen irre. Und etwas Wagemut und dieses Feuer in einem muss einfach da sein, wenn man etwas erreichen will. Genau so einen Menschen und sein Projekt Hangbird habe ich bei Frau Mutter entdeckt. Heute. Und nun bin auch ich begeistert und da die Zeit für das Kickstarterprojekt in ein paar Tagen endet, möchte ich Euch Hangbird gleich vorstellen.

Der in München lebende Schweizer Samuel Kutter tüftelt leidenschaftlich gern. Und als er Vater wird, stößt er sofort auf ein Problem, welches alle Eltern kennen: Wäscheberge! Und zwar auf Wäscheständern! Man kennt das. Sie stehen irgendwie immer unschön im Weg rum. Kinder klemmen sich auch mal gern die kleinen Hände daran oder man schiebt den Wäscheständer genervt von einem Raum in den anderen, läuft dagegen, stößt sich, flucht. Und wie das aussieht. Irgendwie strahlt es immer so wenig Gemütlichkeit aus. Man sieht eigentlich triste Hausfrauen(männer)realität. Wenn Besuch kommt, entschuldigt man sich, weil die Wäsche den Flur versperrt. Dabei ist es eigentlich ein sichtbares Zeichen dafür, dass man ungern in dreckigen, verschwitzten, vollgekleckerten oder fleckigen Sachen seine Umwelt beglückt.

Und so erinnert sich Samuel Kutter, dass er in seiner Studentenzeit in beengten Wohnverhältnissen ein sogenanntes „clothes horse“ hatte, ein Gestell, welches samt Wäsche unter die Decke gezogen wurde. Das könnte doch die Lösung aller Wäscheständerimwegstehprobleme sein. Ehekrisen und Besucherflauten ließen sich doch damit ideal vermeiden. Der Hangbird wurde geboren, ein Wäschehänger, den man platzsparend unter die Decke ziehen kann, nur in schöner und vor allem praktischer als das Ursprungsmodell.

hangbird

Die Funktionsweise ist schnell erklärt: ein Gestell, welches bis zu 3 Wäscheladungen tragen kann, wird mittels Seilen und Rollen, welche kindersicher an der Wand befestigt sind, unter die Decke gezogen. Wegen des speziell entwickelten Flaschenzugs schaffen das auch zarte Frauenarme oder auch die schon älteren Kinder. Dort wird sogar ein schnelleres Trockenergebnis erreicht.
Der Hangbird ist komplett Made in Germany mit Materialien aus Deutschland. Die Produktion ist so konzipiert, dass der Hangbird in Werkstätten von behinderten Menschen hergestellt werden kann. Jeder Kunde kann beim Kauf eines Hangbird das Team, welches hinter der Herstellung seines Produktes steht, kennenlernen. Dies ist durch die enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten möglich.

Wer durch den Hangbird auf die Nutzung seines Trockners verzichtet, schont die Umwelt und seinen Geldbeutel. So reden wir hier natürlich auch über ein nachhaltiges, langlebiges und eben soziales Produkt. Das ganze Projekt wurde bei Kickstarter beworben und während ich hier schreibe, sind auch schon die nötigen 15.000 Euro zusammen gekommen. Herzlichen Glückwunsch! Das ging ja wohl durch die Decke und nicht nur unter die Decke.
Bei Kickstarter könnt Ihr auch den Hangbird bestellen. In verschiedenen Größen und Farben, ganz nach Budget und Geschmack. Die Lieferung wird voraussichtlich im Oktober erfolgen. So und hier noch ein sehr sympathisches und erklärendes Video dazu:

2 Kommentare

  1. Hallo Ihr,
    sehr schön !!!! 🙂
    Darf ich noch fragen, was er kostet, hatte schon überlegt mir so etwas selbst zu bauen. Ist aber auch eine Zeitfrage…
    Viele liebe Grüße
    Elisabeth Radicke

  2. Hallo Elisabeht Radicke!
    Die Entwickler haben eine einfache Idee so weit betüftelt und optimiert, dass sie mit viel Liebe und Handarbeit ein hochwertiges Produkt vertreiben können. Je einfacher es aussieht, desto schwieriger ist es wohl. Obwohl auch uns es als Gerneselbermacher in den Fingern kribbelt.
    Laut Hersteller liegt der Preis derzeit bei 180 Euro für die kleinste Variante.
    Liebe Grüße
    Frau Gadget

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